Wiederaufbau des Klosters

Wiederufbau des  Klosters Thegchog Choling

 

Das buddhistische Kloster ist eines der ältesten Klöster im gesamten Solukhumbu Gebiet. Es liegt hoch über dem kleinen Dorf Khiraule im Distrikt Bung im äußersten Westen Nepals. Dorf und Kloster sind bis heute nur zu Fuß zu erreichen, der Flughafen Lukla,, das Tor zur Everest-Region, liegt rund vier Tage Fußmarsch entfernt.

 

Das Kloster wurde im Jahre 1872 von Buddhistischen Lamas errichtet, die aus Tibet ausgewandert waren. Das Areal umfasst heute ein Wohnhaus der Mönche, einen buddhistischen Tempel, die Klosterküche und eine große Gebetsmühle, die in einem eigenen Haus untergebracht ist. Der Tempel beherbergt wichtige buddhistische Statuen, Thangka (Rollbilder mit Abbildungen z. B. von Schutzgottheiten und Symbolen) und Ritualgegenstände. Der gesamte Tempelkomplex ist von einer Mani-Mauer eingefasst und von uralten Wacholderbäumen und Magnolien umgeben. Das Kloster spielt eine wichtige Rolle als zentraler Anlaufpunkt der Region und ist als solcher auch für die Volksgruppen von Bedeutung, die nicht Buddhisten sind.

 

Gegenwärtig leben 10 Mönchen im Kloster. Sie gehören der Nyingma-Tradition (die Schule der „ Alten Übersetzungen“ oder „Rotmützen“) des tibetischen Buddhismus an. Für die lokale Bevölkerung halten sie alle wichtigen Zeremonien (Pujas) ab, sowohl zu festen Zeiten im Kloster als auch – entsprechend dem jeweiligen Bedarf – in den Privathaushalten. Darüber hinaus gibt es drei weitere Mönche, die den Acharya Titel führen, der Mönchen verliehen wird, die befugt sind, Schüler in den buddhistischen Lehren zu unterweisen. Diese Lamas leben und lehren zeitweilig im Ausland.

 

Das Oberhaupt des Klosters ist ein inkarnierter Lama. Der berühmteste Lama des Klosters ist Kyabje Trulshik Rinpoche Ngawang Chökyi Lodrö (1923-2011). Er wurde als „Lebender Buddha“ verehrt. In Tibet geboren, war er einer der Lehrer seiner Heiligkeit, des 14. Dalai Lama, den er insbesondere in den Lehrer der Nyingma und der Dzogchen Tradition unterrichtete und Einweihungen erteilte. Im Anschluss an seine Lehrtätigkeit in Khiraule ging er weiter nach Junbesi, wo er eines der größten Klöster in Nepal gründete.

 

Der gesamte Klosterkomplex in Khiraule ist bei dem zweiten schweren Erdbeben, das Nepal am 12. Mai 2015 erschütterte, schwer beschädigt worden. Das Kloster ist für die Dorfgemeinschaft und den gesamten Distrikt von wesentlicher spiritueller, ideeller und praktischer Bedeutung. Allerdings liegt es abseits der bekannten Touristenpfade, so dass die Gemeinschaft nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, um selbst den Wiederaufbau zu ermöglichen.
Um darüber hinaus auch die anderen beschädigten Teile des Klosters zu erhalten und in einer gegen Erdbeben besser geschützten Weise zu stabilisieren, benötigt der Verein erhebliche weitere finanzielle Unterstützung durch Spender. Geplant ist, den Tempel so auszubauen, dass er auch im Falle eines weiteren starken Erdbebens stabil bleibt und der umliegenden Bevölkerung als Zufluchtsstätte und provisorischer Aufenthaltsraum zur Verfügung steht. Für einige weitere Informationen über die Gebetsmühle und den Klostertext besuchen Sie bitte unsere Webseite.

 

Wiederaufbau der Gebetsmühle im 2016 abgeschlossen 

 

Auf Bitten der Bewohner von Khiraule und in Kooperation mit unserer nepalesischen Partnerorganisation, EcoHimal, ist vorrangiges Ziel des Vereins die Stabilisierung der alten, großen Gebetsmühle und der Wiederaufbau des sie schützenden Hauses. Die Gebetsmühle ist 2,5 Meter hoch und 2 Meter breit. In ihrem Inneren sind viele tausend heilige Manimantras enthalten.

 

Das sie schützende und stützende Gebäude ist durch das Erdbeben schwer beschädigt worden, die Gebetsmühle wurde dabei destabilisiert. Die Gebetsmühle spielt eine zentrale Rolle im Leben der Bewohner. Die laufenden Kosten für das Gebäude, die Ausstattung und das Häuschen werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Zwei der Mönche haben eine Ausbildung in einem tibetisch-buddhistischen Zentrum in Namdelung/Indien erhalten. Der Unterricht dort erfolgte in tibetisch, eine Sprache, die Mönche beherrschen müssen.