Energieversorgung

Die Bewohner des Dorfes Khiraule verfügen bisher über keine Energieversorgung. Ausnahmen bildet der vereinzelte Einsatz von Batterien und Solarzellen.  Geplant ist daher der Aufbau einer Stromversorgung durch das Shurkhe Khola MicroHydro Power Projekt.

 

Aus einem Wasserkraftwerk, das in etwa 4 km Luftlinien entfernt im Tal liegt, kann relativ kurzfristig Strom abgeleitet werden. Die Kapazität hierfür ist ausreichend. Von der im Tal erzeugten Stromleistung von 86 Kilowatt können für das Dorf Khiraule rund 30 KW abgeleitet werden, ohne dass im Tal ein Mangel in der bisherigen Stromversorgung entsteht. Diese Strommenge wäre zunächst ausreichend, um die Menschen in Khiraule bei ihren Bemühungen zu unterstützen und um zunächst die Schule und das Kloster mit der nötigen Energie zu versorgen. Damit wäre ein erster Schritt für die Existenz der Menschen getan. Und damit auch ein erster Schritt in eine nachhaltige Grundlage für ihre Existenz.

 

Für dieses Projekt zur Stromversorgung der ca. 150 Haushalte aus dem Tal liegt bereits ein sorgsam und detailliert ausgearbeiteter Plan einheimischer Ingenieure aus Kathmandu vor. Von den geplanten Gesamtkosten von knapp. 150.000 € subventionieren die Regierung und das Alternative Energy Promotion Centre (http://www.aepc.gov.np) 60 Prozent, von der verbleibenden Finanzierungslücke übernimmt der Freundeskreis Nepalhilfe e.V. mit 20.000€ gut zwei Drittel. Ein knappes Drittel wird von uns finanziert. (auch die Bevölkerung beteiligt sich an den Kosten).

 

Sobald Licht in den Häusern vorhanden ist und Bildung und Informationsfluss durch elektronische Kommunikationsmedien erleichtert wird, kann die Selbsthilfe im Dorf beschleunigt werden. Es gibt, nach dem zerstörerischen Erdbeben, eine Aufbruchsstimmung die viel Kreativität und Potential unter den Menschen freisetzt. Diese gilt es zu unterstützen. Die Einrichtung einer elektrisch betriebenen Getreidemühle und einer Näherei, eine stabile Milchverarbeitung und die Förderung des Handwerks sind Maßnahmen, die die Menschen vor Ort umsetzen möchten und müssen, damit ihr Dorf zukunftsfähig wird. Die Umsetzung dieser Maßnahmen eröffnet gerade den jüngeren Menschen Chancen im Heimatdorf bleiben zu können. Ihrem Drang zur Flucht in die Aussichtslosigkeit der Städte kann somit etwas entgegengesetzt werden.